Dienstag, 27. September 2016

Ein Wochenende bei Maggi

Wir hatten Glück (oder ich), denn wir haben ein Wochenende bei Maggi am Bodensee gewonnen. Motto "Tag der Qualität"

Wenn man so eine Mail mit "sie haben gewonnen" kriegt, dann ist man doch erst mal sehr skeptisch. Wer gewinnt schon so was? Doch ganz bestimmt nicht ich. Aber hey, doch, so war es! 

Am vergangenen Freitag reisten wir an und trafen 3 weitere Familien aus Leipzig und Stuttgart, die ebenfalls gewonnen haben. Betreut wurden wir von der wundervollen Isabel von der Maggi Pressestelle. Gleich am ersten Abend führte sie uns 17 (je 2 Eltern mit 2 Kindern plus Isabel) ins Strandcafé Mettnau, wo wir bei einem wunderschönen romantischen Abendessen mit Blick auf den Sonnenuntergang am Bodensee essen gingen. Wer das Glück hat mal dort zu sein, es lohnt sich. Man sitzt direkt am Wasser, in der Nähe liegt das Helio Sonnenkollektorenboot vor Anker. Und nicht zu vergessen das Essen, dass uns auch sehr gut geschmeckt hat. 



Danach ging es zurück ins Hotel nach Radolfzell, welches sehr zentral in der Altstadt lag. 
Am Samstag Morgen wurden wir nach einem ausgiebigen Frühstück zum Maggi-Werk nach Singen gefahren, wo wir am Tag der Qualität teilnehmen durften. Dabei durften wir mehrere Stationen besuchen. Unser Weg führte uns zunächst zum MaggiMuseum. Das ist das ursprüngliche Gebäude, in dem die Maggi-Würze hergestellt und erfunden wurde. Der Herr Maggi ist übrigens Italiener gewesen, darum müsste man "Maggi" mehr wie "Matschi" aussprechen. Im Maggi-Museum gab es viel über die Geschichte von Maggi zu erfahren. Erst seit den 80ern (wenn ich mich recht erinnnere) gehört Maggi zu Nestlé. Begonnen hat aber wirklich alles erst mit der allseits bekannten Würze in der braunen Flasche. 
Was ich auch erstaunlich war: Maggi gibt es wirklich rundum auf der Welt. Aber jedes Land hat das Gefühl, dass Maggi in seinem eigenen Land erfunden wurde. 
In den Vitrinen fand ich viele Maggi-Produkte, die ich in meinen Studentenzeiten selbst gekauft hatte (als kochen noch nur der reinen Ernährung und weniger mit Genuss zu tun hatte und der Geldbeutel klein war). Manches gibt es inzwischen nicht mehr,aber anderes immer noch. Ich erinner mich noch gut daran, wie Maggi Texicana Salsa nämlich auf den Markt kam. Und auch das gibt es heute noch.

Nach dem Maggi-Museum ging es zur Qualtätssicherung, wo bei einem Kacheltest die Güte des Tomatenmarks von den Kindern untersucht werden durfte. Oder auch Geschmackstests und Falltests (wie stabil sind die Nudeln in der Fussballsuppe...) durchgeführt wurden. 

Danach betraten wir das berühmte Maggi-Kochstudio. Hier hat dann jeweils ein erfahrener Koch mit 1 Familie ein tolles Gericht gekocht. Klaro - mit den neuen Maggi-Fixen für Familien. Ich oute mich ja gerne als nicht großer Nutzer von Fix-Produkten.  Aber hey, die Kinder haben zwar mit dem Koch, aber irgendwie doch auch ganz allein gekocht. Und hatte ne Menge Spaß. Und auch als ich klein war, ging mein Weg durch diese Phase. Manches hab ich gleich bei Mama gelernt, für anderes gabs schon damals ein Tütchen Fertigprodukt. Und auch heute noch ist es doch toll, wenn der Göttergatte dank Maggitütchen die ganze Familie gut versorgen kann (und bei diesen neuen Tüten ist sogar weniger Salz und gehärtete Fette, dafür viel Gemüse drin). UND ich hab ein wirklich leckeres neues Gericht für mich mitgenommen, dass ich demnächst nachkochen will. Mit den Kindern logischerweise.

Zu guter letzt ging es in die Produktion, wo wir nahezu komplett vermummt wurden, damit auch gar nichts in die dort hergestellten Produkte gelangen kann. Es war ziemlich faszinierend zu sehen, wie Ravioli hergestellt werden. Von diesem Teil gibt es - logo - nicht ein Foto.

Den Nachmittag hatten wir dann zur freien Verfügung und am Abend trafen sich alle zum gemeinsamen Abendessen in der Mettnaustube. Auch hier wieder: super leckeres Essen. Der Abend wurde dann so lustig, dass wir überhaupt nicht nach Hause wollten. Isabel läutete dann aber gegen 22 Uhr schon die Heimfahrt an. Ich habe mich ein bisschen wie ein kleines Kind gefühlt, dass sooo gerne noch weiter spielen will :) Aber es war okay, auch für die Kinder war es gut ins Bett zu gehen.


Am Sonntag reisten dann alle wieder ab und irgendwie ist es sehr schade, dass man sich so nie mehr wieder sehen wird, denn das Wochenende war unvergesslich schön :)
Also ihr Lieben: lasst uns noch einmal was zusammen gewinnen ! 

Ein dickes Dankeschön geht auch an Maggi für den wirklich tollen Gewinn! Ihr habt euch wirklich alle Mühe gegeben uns ein unvergesslich schönes Wochenende zu bereiten!    


  

Samstag, 2. April 2016

Kurzurlaub im Haubers Alpenresort Tag 3

Am nächsten Morgen war schon Abreisetag. Schade!
Zum Aufenthalt bekamen mein Mann und ich aber erst noch 2 Anwendungen geschenkt. Ich wählte eine 30 Min. Massage, mein Mann eine Kräuterstempelmassage. Ich kann nur für mich sprechen: aber das war richtig gut. Manches kannte ich nicht und es hat aber unglaublich gut getan. 
Falls ihr mal da hinkommt: fragt nach Martin (sprich "Martan").

Dann noch ein letztes Mal das leckere Frühstück und dann hieß es Abschied nehmen. Jeder von uns bekam zum Abschied eine kleine Portion Haubers Knuspermüsli mit. Und ratet was ich mir heute mit meiner gemacht habe? Genau das gleiche wie ich dort immer gegessen habe. Wenn ich sparsam damit umgehe, reicht mir mein Beutel 1 Woche. Dann muss ich entweder meiner Tochter ihres abschwatzen (sie mag keine Nüsse und ich denke es sind welche darin) oder ich bestelle mir bei Haubers welches nach (das geht nämlich).

Was man auch noch hätte nutzen können und wozu wir gar nicht kamen, ist der Fitnessbereich, der Golfplatz (ok, wir spielen auch kein Golf) oder auch die diversen Freizeitangebote (Yoga gibt es wohl, aber auch Wanderungen oder zB Wassergymnastik). Auch in der Region bietet sich eine Fülle von Ausflugsmöglichkeiten. 

Liebe Hauberianer, vielen lieben Dank, dass ihr uns für 2 Tage eingeladen habt. Wir haben uns rundum wohl gefühlt. Dass ihr unter den 20 besten Wellness-Hotels in Deutschland seid, das kann ich sehr gut verstehen. Oder wie mein Sohn sagt "Mama, ich weiß nicht, warum die nicht 5 Sterne haben., weisst du das?"

Das Haubers ist wirklich ein besonderes Hotel und sicherlich keines für den kleinsten Geldbeutel. In diesen 2 Tagen habe ich mich aber so gut erholt wie schon lange nicht mehr. Und ich denke, vielleicht spare ich lieber auf einen kurzen, aber erholsamen Aufenthalt, statt 2 Wochen Ferienwohnung und genauso müde wie vorher. 
Besonders toll hat uns die herzliche Atmosphäre begeistert. Egal wem man begegnete, alle war zuvorkommend und freundlich. Immer darum bemüht, dass man den Urlaub hat, den man sich wünscht. Sei es Erholung und Ruhe oder Sport. Auch ist eine spezielle Ernährung möglich, wenn man auf Kur ist und zB abnehmen möchte. 
Jede Räumlichkeit war sauber und modern und gleichzeitig mit Liebe zum Detail dekoriert. Das Essen empfand ich allererster Güte und ich habe schon in Restaurants mit Sternen gegessen, um auch einen Vergleich zu haben. 
Der Spa-und Wellnessbereich ist ganz neu gemacht und lässt keine Wünsche offen. 
Dass man Kontakt zur Familie Hauber bekommt, finde ich toll. Nach der Abreise erhielt ich auch eine Mail mit der Bitte um Feedback (und damit ist nicht dieser Blogbeitrag gemeint). Ich denke, man ist wirklich bemüht sich immer stetig zu verbessern oder freut sich natürlich auch, wenn der Gast rundum zufrieden ist. 
Ich hab jetzt lange überlegt, ob ich überhaupt einen Verbesserungsvorschlag habe. Wenn überhaupt, könnte man überlegen, ob es eine zubuchbare Kinderbetreuung gibt, damit die Eltern auch mal zu zweit im Haus am See entspannen können.Oder mal ne Stunde alleine golfen gehen. Oder oder oder...
Wobei ich auch Familien gesehen habe, die die Oma dabei hatten. Und das ist natürlich auch eine tolle Lösung, um gemeinsam Urlaub zu machen und dennoch auch mal Zeit für sich zu haben.


Kurzurlaub im Alpenresort Haubers in Oberstaufen Tag 2

Nach einer sehr erholsamen Nacht durften wir mit einem reichhaltigen Frühstücksbuffet in den 1. ganzen Tag starten. In Bewertungen habe ich gelesen, dass das Buffet bescheidener ausfällt, als in anderen Hotels. Ich frage mich, was diesen Leuten noch gefehlt hat? Es gab viel frisches aufgeschnittenes Obst, das immer wieder aufgefüllt wurde. Allerlei Wurst, Lachs, Käse und Schinken, viele Brote oder Brötchen, aber auch Kuchen in verschiedenen Sorten. Dazu eine Müslitheke mit allerlei Leckereien, mit denen man das Müsli "pimpen" konnte. Ich habe mir eine Schüssel Obst mit Birchermüsli und oben drauf Haubers Knuspermüsli gemacht. Ein Gedicht. Wirklich!
Zum Frühstück kann man sich verschiedene frisch gepresste Säfte bestellen oder Kaffeespezialiäten aller Art (natürlich auch Tee, trinke ich aber nicht). Ebenso stehen aber auch mind. 8 verschiedene hochwertige Säfte und Mineralwässer an der Bar. Ich habe auch Champagner gesehen, da ich mir aber nichts daraus mache, habe ich nichts davon genommen.
Und dann kriegt man auch noch frisch zubereitete Eierspeisen angeboten (Omelett mit Leckereien aller Art, hartgekochte Eier, Spiegelei, Rührei...). Also bitte, was hat noch gefehlt? Mir hat gar nichts gefehlt. Es war viel Auswahl da, es war lecker, wir wurden freundlichst bedient. Toll!

ein Ausschnitt all der Dinge, die man auf sein Müsli streuen kann
Früchte auf dem Buffet, hinten Brotwaren


An diesem Tag wollten wir gerne rodeln gehen. Da noch Skibetrieb war, dachten wir, dass man auch noch rodeln könnte. In der OberstaufenPLUS Karte vom Hotel sind auch einige Lift und Skipässe inklusive. Also fuhren wir zur Imbergbahn. Leider lag auf der Rodelstrecke talswärts nicht mehr genug Schnee, so konnte man unten keinen Rodel mehr leihen. Oben am Gipfel konnte man dann aber doch im Bereich der Skischule noch rodeln (und leihen) und dann mit dem Zauberteppich wieder hoch. LUXUS-Rodeln! (wer hasst es nicht danach mit dem Schlitten wieder hochstapfen zu müssen?).

Rodelpiste mit Zauberteppich


Da wir aber gar nicht mehr so richtig auf Schnee eingestellt waren und es zwar nicht mehr richtig kalt war, aber an den Füßen dann doch irgendwann, wollten wir uns im Hotel und der Sauna aufwärmen gehen. 
Also zurück ins Zimmer, Bademantel an und ab in den Poolbereich. Da wir im Gutshof untergebracht waren (es gibt noch ein 2. Gebäude), gab es für uns alle 4 den beheizten Außenpool zur Auswahl. Innen im Haus bequeme Hängestühle und Liegen zum Entspannen und dann im Haus am See auch noch einen Bereich ab 16 Jahren. Dieser Bereich ist mit einem Tunnel direkt angeschlossen und so kann einer bei den Kindern sein und der andere in der Sauna entspannen. 
Im Haus am See hat es eine heiße Sauna (Bergfeuer), eine Infrarotkabine, eine Kräutersauna und ein Dampfbad, ein warm-kaltes Kneippbecken, Ruheräume und den Schwimmsee. Außerdem einen kleinen Bereich, in dem man sich auch etwas zu essen oder zu trinken bestellen kann. 
Handtücher zum Wechseln findet man auch in ausreichender Menge.

Obwohl ich es erst nicht dachte, waren wir sehr lange dort. Die Kinder haben zwischendrin in den Hängesesseln pausiert und gelesen und wir haben uns einfach abgewechselt. Da es keine lange Strecke war, ging das wunderbar. Und der Bereich im Haus am See ist so toll gestaltet, dass man sich dort nur wohl fühlen kann. Wenn man zB in der Bergfeuer Sauna sitzt, schaut man auf die Berge oder den davor liegenden Schwimmteich. Wo kann man das?
Ruhe-Raum neben Spa - leider verwackelt

Liegen am Außenpool

Liegen mit Blick auf Schwimmsee

Schwimmsee

Schwimmseezugang von außen (gibt auch einen direkten aus Saunabereich)

Ruheraum im Haus am See


Nachdem wir dann wieder aufgewärmt und erholt waren, haben wir uns noch aufgemacht ein paar Kalorien wenigstens wieder zu verbrennen und sind den Klimapfad abgelaufen. Der Klimapfad ist ein kleinerer Wanderweg mit vielen Stationen, der nur zum Hotel gehört. Er führt vom Hotel am Bsch entlang und dann über eine Waldtreppe nach oben bis zum Schwalbennest, bei dem bei geeigneter Witterung auch das Bergfrühstück stattfindet. Dann geht es über Teile des Golfplatzes zurück zum Hotel.


ein Teil der Waldtreppe

Blick vom Teil des Klimapfads auf das Hotel
Blick vom Klimapfad - rechts unten ist das Hotel zu sehen
links im Bild noch der Handlauf vom Kneipp Becken



Die Stationen haben viel Spaß gemacht. So konnte man Hängematten aufhängen und Wald und Bach lauschen, auf einer Schaukelbank sitzen und in die Berge schauen oder auch kneippen (das haben wir nicht gemacht). Zwischendrin lag am Kuhhimmel noch Schnee und wir haben eine Schneeballschlacht gemacht - das Highlight der Kinder ;)


Danach waren wir hungrig genug für das abendliche Menü, das wir wieder in vollen Zügen genossen haben.

wenn man genau hinsieht, kann man die beleuchteten Gondeln sehen


der Schwimmsee bei Nacht





Ja schade, damit war die letzte Nacht schon angebrochen...

 


Kurzurlaub in Haubers Alpenresort in Oberstaufen - Tag 1


Ganz spontan und ganz zufällig ergab sich für mich die Chance mit meinem Mann kostenlos für 2 Nächte inklusive Halbpension in Haubers Alpenresort 4 Sterne Superior in Oberstaufen einen Kurzurlaub zu machen. Da die Oma nicht verfügbar war, fragten wir an, ob wir auch die Kinder mitbringen könnten und gegen einen Aufpreis (dem üblichen Preis für Kinder in dem Alter) war es möglich. Wir fuhren also ins Allgäu.

Hier ein paar Bilder mit Blick aus dem Hotel heraus:

 man sieht die Terasse (Frühstück / Abendessen) und dahinter den Schwimmsee vom Haus am See

Blick vom Balkon

Blick vom Balkon

Blick vom Balkon - Teil Golfplatz und Zufahrt Hotel



Ich hatte mir das Hotel natürlich vorher schon auf der Homepage angeschauen und war dementsprechend aufgeregt. Das Hotel zu finden war dank Navi keine Schwierigkeit. Ohne Navi wäre es schon schwerer geworden. Es liegt etwas außerhalb, dafür sehr ruhig und in quasi Alleinlage. Nach dem Hotel kommt nur der Golfplatz und Wald und Wiesen.
An der Rezeption wurden wir sehr herzlich empfangen. Wir wurden auf ein Getränk zur Erfrischung eingeladen und konnten uns im Kaminzimmer (der Bereich an der Rezeption) in Ruhe überlegen, welches Essen wir am Abend im Menü zur Auswahl haben wollten. Mein Mann isst nicht alles (kein Wild, keine Meeresfrüchte, keine Ente, keine Gans...), aber jede Angst in diese Richtung war unbegründet, es gab genug Auswahl und die Qual war wirklich nicht leicht. Auch die Kinder konnten zwischen vielem wählen. Auch z.B. auf vegetarische und vegane Wünsche geht man gerne ein.

Unser "Zimmer" war ein großes Studio Süd. Die Kinder schliefen auf 2 Zustellbetten im Wohnbereich, der immer noch genug Platz bot, wenn man sich auf Sofa oder Sessel ausruhen wollte. Außerdem hatten wir einen großen Balkon mit Bergsicht, 2 Fernseher (einer im Wohnzimmer, einer im Elternschlafzimmer) und ein großes Bad mit Dusche, WC und Whirlwanne. Der Charme des Zimmers war bayrisch und chic, aber modern und unglaublich gemütlich. Vom Balkon aus konnte man auf den neuen Schwimmsee schauen und auch auf die Terasse, vom Elternschlafzimmer hatten wir freie Sicht auf den Golfplatz.
Im ganzen Hotel war es trotz anderer Gäste immer herrlich ruhig und ich habe auch in dem Bett die beiden Nächte unglaublich gut und erholsam geschlafen. Wenn ich gewollt hätte, hätte ich sogar spezielle Kissen haben können. 
Zum Service gehörten außerdem Bademäntel für uns 4 für den Besuch des hauseigenen Wellness-Bereichs. 

Doppelbett im Elternschlafzimmer - Blick auf Golfplatz

Whirlpool-Badewanne
 Wer übrigens diese hoteleigenen Miniaturen im Foto sucht: die gab es nicht. Es gab Shampoo und Duschgel aus dem Spender und auf die obligatorische Duschhaube konnte ich auch verzichten. Wer es unbedingt haben will, bekommt alles gerne über die Rezeption. So wird eine Menge Müll vermieden und ich finde diesen Schritt richtig und gut. 
Handtücher und Badeschlappen wurden uns (auch wenn man sie nicht sieht) aber gestellt.


Am Ankunftsstag entschieden wir uns aber für den Besuch des Aquarias, eines Erlebnisschwimmbads in Oberstaufen. Der Eintritt war mit der OberstaufenPLUS Karte inkusive (gab es im Hotel) und wir dachten, dass das vielleicht besser als der Besuch des Hotelpools mit den Kindern wäre (ein Irrtum - wie sich herausstellte, waren die Kinder auch vom hoteleigenen Pool sehr angetan).
Das Aquaria war schön und es hat ein paar Gimmicks, die ich so noch nie gesehen habe: am Sprungturm kann man Blubberblasen auslösen, so dass auch vom 5m Brett der "Aufprall" weicher ist und das Treppenhaus zur Röhrenrutsche war beheizt: kein bibberndes Frieren bis man endlich an der Reihe ist. Kurzum: wir kamen sehr gutgelaunt zurück ins Hotel.

Im Restaurant wurden wir sehr freundlich empfangen und man zeigte uns den Tisch, der für die nächsten Tage unserer sein würde. 
Das Menü begang mit einem Salat vom Buffet und einem Gruss aus der Küche, gefolgt von einer Suppe (die man morgens wie alles wählen konnte). Daran schloß sich eine Kugel Fruchtsorbet an, die herrrlich erfrischend war. Dann kam der gewählte Hauptgang, das Dessert  und wer dann noch Platz hatte, konnte noch aus verschiedenen Käsen auswählen. Wir hatten keinen Platz mehr. Das gelang uns übrigens auch am 2. Abend nicht. 
Das Essen war wirklich unglaublich lecker und wir ließen nichts, aber auch gar nichts übrig. Sogar die Nudeln vom Kinderessen haben wir noch gegessen, weil die frisch gekochte Tomatensauce so lecker war (klingt jetzt für jeden Gourmet vielleicht banausig, aber die Pasta war eben auch ein Gedicht, es muss nicht immer was besonders teures und exquisites sein, um den Gaumen zu erfreuen). 
An diesem Abend haben wir auch Frau Hauber, die Chefin, kurz kennengelernt und wurden wie auch am Tag danach, unter anderem von ihrer Tochter bedient. Diese wird wohl in die Fußstapfen der Eltern treten und hat unsere Herzen im Sturm erobert. So eine Herzlichkeit und Fröhlichkeit und das stetige Bemühen alle Wünsche möglich zu machen - wir haben uns sehr wohl gefühlt. 
Besonders auch um unsere Kinder hat man sich immer sehr bemüht. Das gilt übrigens für alle Angestellten, mit denen wir im Laufe der Tage Kontakt hatten. 
Was Kinderfreundlichkeit anbelangt, so kann man guten Gewissens sagen, dass Kinder im Haubers sehr willkommen sind.




Im nächsten Post schreibe ich dann von Tag 2...




Mittwoch, 2. März 2016

Urlaub

Dieses Jahr fiel mir die Urlaubsplanung richtig schwer. In den vergangenen Jahren waren wir entweder mit sehr engen Freunden und deren Kindern oder mit meiner Mutter und ihrem Mann im Urlaub. Da konnte man zusammen planen, suchen und entscheiden.
Nicht so in diesem Jahr.

Erst war lange unklar,ob und mit wem wir wegfahren. Dann hatten die Freunde gebucht und ich war mit meiner Mutter im Reisebüro und man suchte uns eine Reise nach Mallorca heraus, deren Preis bei mir Schnappatmung verursachte. Dafür aber alles beinhaltete was das Herz begehrt. Ich bin aber bislang der Typ Ferienwohnung, Ferienhaus, Mobile Home und nicht all-inklusive Luxushotel. Und natürlich war der Gedanke reizvoll, sich mal richtig verwöhnen zu lassen. ABER der Preis. Und dann auch noch Mallorca. Ich war schon auf Mallorca. 2 Mal. Vor den Kindern. Die kulturellen Highlights habe ich mir schon in Ruhe angesehen und noch mal muss ich da echt nicht hin. Das trifft aber auf fast alle Ziele zu. Ich reise gerne und ich sehe gerne neue Städte, Landschaften etc. Ich bin kein Wiederholungstäter. Nur bei unserem Bauernhof, da mache ich eine Ausnahme. Da fahre ich gerne immer wieder hin. Aber das ist dann wirklich Ruhe pur. Und das mache ich auch im tiefsten nassen Herbst. Die Kinder stinken eh nach Stall und ich verkrümel mich mit einem guten Buch aufs Sofa. Und bin zu Ruhe und Nichtstun verdonnert. Zwischendrin ein Pläuschchen mit anderen Familien oder mal ein Ausflug. Toll.

Zurück zu diesem Sommer. Die Mallorca-Idee wurde abgesagt. Meiner Mutter meinte, ich sollte mir mal überlegen, wo ich denn dann gerne hin möchte. Ich suchte also. Und fand: Campingplätze. Immer wieder, denn Hotels waren in den Sommerferien ähnlich teuer wie das in Mallorca, nur mit deutlich weniger Luxus.
Nach 5 Wochen hin und her, war ich wieder im Netz. Und merkte: sämtliche Campingplätze, die ich mir rausgeschrieben hatte, sind ausgebucht. Krass. Wir haben doch gerade mal Februar! Bin ich so spät dran?
Bedauernde Kommentare von Freundinnen: "was du hast noch nicht gebucht...?" machten mein Gefühl nicht besser. Panik breitete sich aus. 
Dann fand ich aber doch noch ein paar, die noch nicht mal wussten, ob sie überhaupt wegfahren. Gut. Tief Luft holen. Du bist nicht die Letzte, die weiß was sie macht. 
Und dann fand ich einen Campingplatz in Italien an der Adria. Den fand ich toll. Wir buchten und bekamen eine Mail, dass sie leider schon ausgebucht wären. Die Enttäuschung. Ich trat mit dem Campingplatz per Facebook in Kontakt und die nette Dame dort meinte, dass 2 Mobile Homes gerade storniert wurden und ich doch noch buchen könnte. Was eine Achterfahrt der Gefühle. Wir buchten erneut, dieses Mal richtig. Mein Mann zahlte an. Ich chattete noch mal mit der Dame auf Facebook und sie konnte mir sogar 2 Mobile Homes sagen, unter denen ich wählen konnte. Der eine war genau das von der Lage, was ich mir wünschte.
Seitdem schaue ich immer am PC den Camping Platz auf Google Earth an und freu mich: da ist "unser" Mobile Home, da fahren wir im Sommer hin. Toll. Und alle Last fällt von mir ab und ich freu mich einfach nur noch. 
Meine Mutter kommt jetzt übrigens nicht mit. Ein Mobile Home ist nix für Menschen, die vor kurzem einen Bandscheibenvorfall hatten. Sie hatte schon immer Probleme in fremden Betten und das Risiko ist zu groß. Aber sie ist mir nicht bös deswegen. Fahren wir halt ein anderes Mal zusammen weg.
Ach ja, und die Bestätigung, dass die Anzahlung ankam, hab ich auch schon. 
Urlaub. Seufz. Wenn ich mir das grau da draußen anschaue, dann kann das nur toll werden.  

Montag, 29. Februar 2016

Rezension: Das Lied des Eisdrachen von George R.R. Martin

Ich bekam über das Bloggerportal die Möglichkeit das Hörbuch zu "Das Lied des Eisdrachen" von George R.R. Martin zu erhalten. Da das Wetter irgendwie immer noch so grau und trüb ist und sich der Frühling trotz Tulpen auf dem Tisch nicht einstellen will, haben meine 9jährige Tochter und ich es uns gemütlich gemacht und zusammen der Geschichte gelauscht.
Ich selbst bin ja bekennender George Martin Fan und kann es immer noch nicht erwarten zu erfahren, wie es in seinem Epos "Das Lied von Eis und Feuer" weiter geht. Und so hatte ich ein wenig die Hoffnung, dass  diese Geschichte ein bisschen auch was für mich wäre.

Worum geht es in dem Buch?
Adara ist ein Winterkind, geboren in der eisigsten Nacht seit Menschengedenken. Und Adara ist anders: Sie liebt die Kälte, das Eis, die Stille. Ihr einziger Freund ist ein kristallblauer Drache, der sie winters besucht. Als eines Tages feindliche Drachenkämpfer Adaras Heimat bedrohen, ist es die Freundschaft zwischen Winterkind und Eisdrachen, die das Leben ihrer Familie rettet …

Eine Geschichte über Freundschaft, Loyalität und Tapferkeit. (Verlagsinfo).


Meine Meinung:
Die zu Beginn eingespielte Musik bringt einen schon herrlich in träumerische und fantastische Stimmung. Wenn dann der Sprecher mit seiner ruhigen, tiefen Stimme die Geschichte erzählt, dann hat das eine sehr beruhigende melancholische Wirkung und man begleitet Adara auf ihrer Reise durch die Geschehnisse. Ihr Eisdrache ist etwas ganz besonderes, genau wie sie. Denn es gibt nur sehr selten Eisdrachen und auch die Menschen merken, dass Adara anders ist. Das Kältemotiv, die Sprecherstimme und die Geschichte selbst transportieren für mich eine unglaubliche Ruhe, aber auch Melancholie. Insgesamt wirkt die Geschichte spannend, aber nicht aggressiv. Es geht nicht um wilde blutige Schlachten, wie im Erwachsenenwerk.Es geht mehr darum, wie Adara ihren Platz im Leben findet. Und dass etwas, vor dem sie sich zunächst so gefürchtet hat, für sie am Ende so wichtig wird.
Ein kleiner Wehmutstropfen bleibt bei uns am Ende dennoch: Meine Tochter war am Ende der Geschichte von der Grundstimmung her eher traurig und ich bin mir nicht sicher, ob sie nicht etwas zu klein war. Und das, obwohl das Märchen ab 8 Jahren empfohlen wird. 
Wer also ein zartbesaitetes Kind hat, der sollte mit dieser Geschichte noch etwas warten. Ungern möchte ich hier verraten, wie die Geschichte endet (auch nicht mit Spoilerwarnung).
Für alle Liebhaber von moderneren Fantasymärchen und Drachen ist sie aber unbedingt geeignet. 
Auch als Erwachsener, der hin und wieder zu Jugendliteratur greift, kann man die Geschichte sehr gut lesen.