Sonntag, 20. Mai 2012

Schulanfänger Abschiedsgeschenk

Meine Große kommt im September in die Schule und mit ihr 16 weitere Kinder aus dem eigentlich recht kleinen familiären Kindergarten. Der Abschied wird hart, denn die Erzieherinnen sind so ans Herz gewachsen und ein fester Bestandteil. Damit sich meine Süße und die anderen 15 Kinder bedanken und verabschieden können und es nicht das standartisierte Abschiedsfoto gibt, das dann irgendwann verstaubt und verloren geht, hab ich mir was anderes überlegt.
Eine Wimpelkette für den Kindergarten. Die kann an jedem Kuchenverkauf, Tag der offenen Tür und so weiter aufgehängt werden. Oder sie kann den ganzen Sommer im Hof hängen und jeden Besucher freundlich empfangen. Damit es aber auch was ganz persönliches von unseren Kindern ist, wird jeder Wimpel 2 Seiten haben. Vorne ein Handabdruck von jedem Kind (der zeigt "ich war auch mal hier", hinten ein bunter schöner Stoff.

In der Mitte ein großer Wimpel mit dem Namen unseres Kindergartens. Wir haben uns bewusst dagegen entschieden die Namen unserer Kinder auch noch auf jeden Wimpel drauf zu schreiben. Denn mit der Kette sollen sich auch nachfolgende Kindergartenkinder noch identifizieren können. Und nicht jeder heißt ja "Hans, Lotte, Marie,..." (die Namen hab ich jetzt bewusst aus der Luft gegriffen).

Für unser Projekt wurden wir sogar gesponsort! Und zwar von keinem geringeren als von Farbenmix direkt - mensch, haben wir uns gefreut! Eine ganze Tüte bunte Webbänderreste kamen mit der Post. Zuerst wollten wir jeden einzelnen Wimpel damit verschönern, dann haben wir doch nur den Namenswimpel in der Mitte damit verzieren wollen - die Kette sollte ja auch nicht überladen wirken. Die restlichen Bänder werden jetzt im Kindergarten in weiteren Bastelprojekten der Kinder eine sinnvolle Verwendung finden (zB in der Schultütenwerkstatt - hier basteln jedes Kind seine eigene Schultüte ganz ohne Eltern, nur mit Hilfe der Erzieherin. Und erst beim "Rausschmiss" kriegt man das Wunderwerk als Elternteil zu Gesicht).

Aktueller Stand des Projekts: 

1) die Wimpel wurden genäht (von mir und auch mit meiner 5jährigen Tochter zusammen, das hat richtig Spaß gemacht- mal hat sie den Stoff gehalten und ich hab "Gas gegeben", mal umgekehrt - es waren ihre ersten Erfahrungen mit der Nähmaschine)

2) der große Namenswimpel wurde mit der Farbenmix-Technik mit Stoffmalfarben bemalt

 

3) ein Test-Handabdruck wurde gemacht
 

Jetzt fehlen also noch alle anderen Handabdrücke, die Rückseite der Namensfahne, die Webbänder müssen noch angenäht werden, der Felix-Sing-Vogel muss noch aufgemalt werden und alle noch an das Schrägband angenäht werden.
8 Wochen sind es noch in etwa bis zum Rausschmiss, das schaffen wir :)


Schönes von Emilu

Bei Emilu gibt es was Schönes (nach Wahl!) aus ihrem Dawanda-Shop zu gewinnen. Da wird doch jeder, der gern näht fündig und muss einfach sein Glück versuchen.
Schaut mal doch mal bei der lieben Sonja vorbei:


Und hier gehts zur Verlosung!

Donnerstag, 17. Mai 2012

Flip Flop Riemchen

Die Große hat im Schwimmkurs bemerkt, dass "ALLE" anderen Mädels tolle Fl*p-Flop Badelatschen tragen - nur sie nicht... wer kennt so ein Gequengel (oder ein ähnliches?) nicht...???
Bei einem Besuch bei der Ur-Oma gabs dann endlich auch so Dinger. Dann hat Madame bemerkt, dass man darin aber gar nicht so gut laufen kann.
Also mussten wir sie etwas nachrüsten: mit Stoff, Gummiband und KamSnaps haben wir die fehlenden Halteriemen hinten im Nu ersetzt. Jetzt sind die Dinger immer noch nicht super renn-tauglich, aber das soll man ja im Schwimmbad auch besser lassen :)




Die Zehentrenner sind übrigens von C&A.
Meine KamSnap Zange plus Snaps habe ich von 1bis3.de

Sonntag, 6. Mai 2012

Bean-Bag selbst nähen

Der Papa meines Patenkindes wird demnächst 40 und ist ein begnadeter Hobby-Fotograf. Als ich seine Frau fragte, was er sich denn wünschen könnte, meinte sie "ein Beanbag". Was bitte ist ein Beanbag? Noch nie zuvor gehört!
Also erstmal im Internet schlau machen und dann überlegen, wie man so etwas selbst nähen könnte.
Ein Beanbag ist ein Stativ-Ersatz für unterwegs. Kleiner als ein Stativ, eventuell auch leichter.
Im Beanbag sind z.B. Bohnen - daher der Name.
Das Beanbag sollte Feuchtigkeit aushalten, wenn man mal die Kamera aufs feuchte Gras legen will für tolle Makroaufnahmen. Es muss zu öffnen sein, damit man Füllmaterial entnehmen kann (wenn gerade zu viel drin oder zu wenig) oder es auch einfach mal austauschen. Es sollte eine Schlaufe bekommen, dann kann man es mit einem Karabinerhaken auch einfach an den Kamerarucksack außen dran hängen. Und es muss auch etwas aushalten, die dünnste Baumwolle eignet sich also auch nicht.

Ich habe mich für das Zerschneiden einer blauen Tasche entschieden, die wir mal irgendwann geschenkt bekommen haben, denn das Material ist robust und beschichtet - also mindestens super wasserabweisend (100% dicht würde ich jetzt nicht wagen zu behaupten).
Ich habe daraus 2 ganz verschiedene Bean-Bags genäht:
das eine besteht aus 2 DINA4-Stücken. Diese habe rechts auf rechts gelegt und erst einmal zusammen genäht. Dann jedes Stück in der Mitte gefaltet und außen rum wieder zusammengenäht. Damit keine unschönen Nähte außen sitzen, hab ich diese erst nach innen umgeklappt und festgesteppt.


Zum nachträglichen Öffnen ist eine Seite mit einem Klettverschluss versehen.


So erhält man 2 Säckchen, die fest verbunden sind. Und auf der Brücke zwischen den Säckchen thront dann die Kamera. Wegen des flexiblen Füllmaterials kann man die Neigung der Kamera etc. gut ausrichten. Ich kann das Beanbag auch hochkant oder seitlich legen, wenn die Kamera höher oder tiefer sitzen soll.



Man kann auch mit einem Handgriff 1 Tasche leeren und die Kamera flach auf eine Seite legen. Das ist dann mehr die Anwendung, die man auch bei meinem 2.Beanbag hat.

 





Das zweite Beanbag ist eigentlich nur eine 4eckige kleine Tasche, die auch mit Klett verschlossen wird.
 
Sie ist dafür kleiner und hantlicher und auch leichter (in das andere Beanbag habe ich 2x 500g Bohnen rein getan). Hier kann man vorne die Lasche umknicken und das Objektiv darauf legen
oder auch die Kamera auf die ganze Fläche legen etc.
Beanbags sollen sich auch gut eignen, um die Kamera beim Knipsen aus dem Auto raus bequem auf der Scheibe abzulegen.

Ich hoffe, dass die Beanbags gute Verwendung finden. Wenn ich noch eines nähen müsste, würde ich aber ein anderes Material nehmen, mir erscheint der robuste Taschenstoff doch etwas zu fest, es hätte geschmeidiger sein sollen.  

  
Das Innenleben meiner Beanbags:



Und wer keines nähen möchte, man kann ein Bean-Bag natürlich auch kaufen ;)