Donnerstag, 11. Februar 2016

Im Reich der Pubertiere oder wie komme ich mit Humor durch die Pubertät?

Rezension: "Im Reich der Pubertiere" von Jan Weiler aus dem Hörverlag.

Allein schon der Titel. Herrlich. Spricht mich unglaublich an. Warum? Ich habe eine 9, fast 10 jährige Tochter. Die ist noch kein Pubertier, sprich noch nicht in der Pubertät. Aber manchmal, an guten Tagen, da kann sie Dinge vom Stapel lassen, dass man denkt "wann ist dieses Pubertier bei uns eingezogen" und "wo ist mein kleiner süßer Fratz hin, der rosa Tütüs trug und "lass mich los" aus der Eiskönigin trällerte...." ???
Wann wurde ich von "allerliebster Mama" zu "Och, Maamaaaaa...."... (und dann ein Augenrollen....)

Und überhaupt: Pubertät, das kommt doch erst viel später. VIEL später.  

Tut sie auch. Aber ihre ersten Vorboten haben mich erreicht. Höchste Eisenbahn sich mal mit dem Thema zu beschäftigen. Dachte ich. Und stieß auf "Das Reich der Pubertiere". Was eigentlich schon Teil 2 ist, Teil 1 ging an mir vorbei. Da waren wir wohl ganz sicher noch in der Lillifee-Phase?  

Das Reich der Pubertiere gibt es als Buch und auch als Live-Version. Ich habe es als Hörversion und nehme gleich vorweg: es ist toll. Es ist lustig. Sogar saulustig. Was es nicht ist: ein Ratgeber. Und wenn man doch einen Rat daraus ziehen soll oder kann: nimm die Pubertät deiner Kinder mit Humor. Anders geht es auch gar nicht. 
Hör dir die CDs mit den Kindern an. Meine spielen sie jetzt zum  10. Mal hintereinander ab. Und lachen immer wieder. Sie haben auch schon Lieblingsstellen. 
Es geht auch nicht nur über die Pubertiere, auch um viele andere nette Erlebnisse aus dem Elternsein und ich denke, JEDER mit Kindern findet sich irgendwo darin wieder. 
Herrlich.

Ich besorge mir jetzt Teil eins. Der kann ja nur gut sein, wenn sie sogar eine Fortsetzung gemacht haben. Und das die gut ist, das weiß ich ja jetzt.

Klappentext: Inzwischen hat es der Vater nicht mehr nur mit einem weiblichen, sondern auch mit einem männlichen Exemplar der Gattung Pubertier zu tun. Zu einigen Einsichten ist er bereits gekommen: Pubertiere bewohnen am liebsten schlecht belüftete Räume, in denen sich Müllberge türmen. Signifikant erscheinen die Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Vertretern dieser Art: Während das weibliche Pubertier durch eine Vielzahl verstörender Eigenschaften auf sich aufmerksam macht (u. a. unverständliches Monologisieren und multiples Dauermeckern), verbringt das Pubertier-Männchen seine Lebenszeit mit vier fast lautlosen Tätigkeiten: Pennen, Essen, Müffeln und Zocken.

Natürlich live, natürlich vom Autor selbst gelesen.

(2 CD, Laufzeit: 1h 43)

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